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Die Ski WM in Åre – alles was du wissen musst

Endlich ist es wieder so weit – die FIS Alpine Ski WM ist gestartet und der Kampf um die begehrten Medaillen in den Disziplinen Slalom, Riesenslalom, Abfahrt, Super-G und Kombi eröffnet. Bis 17. Februar heißt es Daumen drücken für die österreichischen Skistars, denn so wie Skilegende Hans Knauß sagt, haben wir „sowohl bei den Damen als auch bei den Herren ein extrem starkes Team.“ Wir haben uns mit ihm über die Highlights der WM in Schweden unterhalten.

Åre – „Schneefahrbahnen, saukalt, vereiste Liftstationen“

So beschreibt Hans Knauß den Wintersportort im hohen Norden mehr oder weniger liebevoll. Das würde aber der Menschenschlag, der dort lebt, mit seiner herzlichen Wärme wett machen. Schon seit Jahrhunderten zieht es Besucher aus aller Welt in den Austragungsort der heurigen WM, vor allem Skibegeisterte. Trotz seiner geografischen Lage im dünn besiedelten Jämtland hat sich Åre zu einem Skicenter für ganz Skandinavien entwickelt, in dem Einheimische und Besucher erstklassige Bedingungen zum Skifahren vorfinden. Eigentlich hat das Dorf nur 1.400 Einwohner. Während der Ski-WM fühlt es sich aber an, als wäre man in einer der großen Städte Schwedens – lebendig, international und voller Bewegung.

Beeindruckende Bergkulisse

Über Åre thront der 1.420 m hohe Åreskutan, dessen Spitze von November bis Mai mit Schnee bedeckt ist. Majestätisch prägt der einsame Gipfel nicht nur die Menschen, die in seinem Schatten leben. Er beeinflusst auch das Wetter, das sich ausgesprochen unbeständig und wechselhaft gibt – wie Veranstalter, Aktive und Zuschauer aktuell live erleben. So sind schwere Schneestürme und Windgeschwindigkeiten von bis zu 20 Metern pro Sekunde (der Windrekord für die Spitze des Åreskutan beträgt 48 Meter pro Sekunde) keine Seltenheit.

Bereits 1954 und 2007 fanden die alpinen Skiweltmeisterschaften in Åre statt. In dem generell für den Wintersport bekannten Ort erschließen mehr als 45 Liftanlagen, darunter auch eine Standseilbahn aus dem Jahr 1910, Pendel- und Gondelbahnen, eines der ältesten und wichtigsten Skigebiete Schwedens. Insgesamt bietet Åre mehr als 100 Pistenkilometer und die längste Abfahrt erstreckt sich über 6,5 km. „Die Pisten sind vom Gefälle her nicht allzu schwierig, aber es gibt viele Bodenwellen. Und der Schnee ist sehr kalt und sperrig, da brauchst unheimlich viel Gefühl. Außerdem bläst einem im oberen Streckenteil oft ordentlich der Wind um die Ohren“, berichtet Hans Knauß von seinen Erfahrungen.

Insiderwissen von Hans Knauß

Bis zum 17. Februar geht’s in Åre wieder richtig zur Sache, wenn in 11 Bewerben um insgesamt 33 Medaillen gefightet wird. Hans Knauß glaubt, dass Österreich bei der WM ein ganz starkes Team hat: „Die Nationenwertung dürfte Österreich nicht zu nehmen sein.“ Seine Medaillen-Favoriten sind in jedem Fall Marcel Hirscher, aber auch Paris, Svindal und Feuz sowie die ÖSV-Speedstaffel generell bei Damen und Herren. Ein gewisser Heimvorteil ist den Schweden laut Hans Knauß nicht abzusprechen. „Natürlich trainieren die Schweden viel dort oben, kennen die Besonderheiten dieses Schnees und das Gelände besser. Aber: Sie haben nicht diese Dichte an Top-Fahrern wie wir!“ Auf seine Geheimtipps in Sachen Medaillenanwärter befragt, nennt Hans Knauß – neben den Österreichern natürlich – die Schweden Matts Olsson im Riesenslalom und Andre Myhrer im Slalom. „Aber Österreich wird sich vier Weltmeistertitel holen, daran glaub ich!“, ist Hans Knauß optimistisch. Spannung ist jedenfalls garantiert bei der alpinen Ski WM in Åre.

Rennläufer Marcel Hirscher. Bild: Jonas Ericcsoon


Kameramann und Skilegende

Hans Knauß, Kitzbühel-Sieger 1999 und dreifacher Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, gilt als einer der besten Skirennläufer Österreichs. Seit 2005 analysiert und kommentiert er Skirennen – auch direkt live von der Piste. Seine legendären Kamerafahrten sind längst fixer Bestandteil der spannenden Übertragungen der alpinen Speedbewerbe. Dafür bedarf es jeder Menge Training, und zwar das ganze Jahr über und nicht nur in der Skisaison selbst. „Sobald es schneetechnisch geht, steh ich fast täglich auf den Skiern. Nebenbei gibt’s Ausdauertraining und Stabilisationstraining im Kraftraum“, gibt Hans Knauß Einblick in sein gezieltes Vorbereitungsprogramm für seine Kamerafahrten. Wer sich schon mal gefragt hat, was Hans Knauß dabei durch den Kopf geht: „Da hast keine Zeit mehr zum Denken. Das ist einfach volle Konzentration, wennst fahren, filmen und dabei auch noch die Strecke kommentieren sollst!“ Die größte Herausforderung sei es, eine gute Linie zu finden und die Schlüsselstellen herauszufiltern – das macht eine wirklich gute Kamerafahrt à la Hans Knauß aus.

Da bleibt nur noch eines: Sei gespannt auf die Ski WM – mal schauen, ob Hans Knauß mit seinen Geheimtipps richtig liegt!