Zurück zur Übersicht

Textiltrends auf dem Bikesektor

Umsatteln auf cleanes Design, Nachhaltigkeit & Multinutzen

Modebewusste Sportskanonen tragen lässig-lockere Mountainbike-Shirts heute auch gerne mal als Streetwear. Bereits auf der letzten ISPO hat sich für Frühjahr/Sommer 2021 eine Veränderung im Bereich Leistung und Funktion von Textilien abgezeichnet. So steht es Kleidungsstücken gut zu Gesicht, wenn sie nicht nur in einer einzigen Sportart, sondern auch in einem breiteren Spektrum von Outdoor- und Lifestyle-Aktivitäten zum Einsatz kommen. Die Anbieter unterstützen diesen auch aus ökologischer Sicht vernünftigen Trend. Neben einschlägigen Rennrad- und Mountainbike-Dressen konzentrieren sie sich in der Entwicklung von Bike-Klamotten verstärkt auf deren Multinutzen – stets mit einem Auge auf dem Design. Hier die wichtigsten Trends. 

 

Schnitte, Materialien & Designs – was ist en vogue?

Ein cleaner, legerer Look wird, wie viele Ausstatter der Bikebranche einhellig feststellen, zunehmend wichtiger. In der taufrischen Bike-Kollektion aus dem Hause Löffler sind cleane Designs und tonale Farbverläufe zu sehen. Der Hersteller geht damit vor allem auf den Geschmack der Road- und Gravelbiker ein, von denen sich immer mehr im Gelände und auf der Straße tummeln. Der Designtrend mit teilweise dezenten Strukturprints wird unterstützt durch intelligente Materialmixes und Hybrid-Konstruktionen. So kommen beispielsweise strukturierte Oberflächen besser zur Geltung und ergeben im Zusammenspiel mit glatten Materialien einen technischen Look. Auch in Sachen Passform bemühen sich viele Anbieter um eine möglichst maßgeschneiderte Auswahl. So deckt Löffler etwa vom sportlichen Slim Fit über Mid Fit bis hin zum Comfort Fit alle Bereiche ab. Neue Schnitte sorgen beispielsweise für mehr Bewegungsfreiheit beim (Gravel- oder Mountain-)Biken. Und verlängerte Trikotärmel sowie die Beinlängen der (Bib-)Tights sind für Roadbiker essenziell.

Komfort gepaart mit Style ist auch bei Vaude elementar. Dabei muss die Passform auf den Anwendungsbereich abgestimmt sein: „Je ambitionierter der Fahrstil, desto körpernäher ist der Schnitt, um möglichst wenig Luftwiderstand zu leisten. Allerdings steigt die Anzahl an freizeit- oder spaßorientierten Fahrern. Daher sind auch etwas weitere Schnitte sehr gefragt”, erklärt Stefan Lörke, Head of Apparel bei Vaude. Bei den Materialien finden sich leichte 4-Way-Stretch-Materialien mit einem Maximum an Funktion (water repellent, breathable etc.).

„Vor allem Funktionalität, Gewicht und Passform spielen in der kommenden Bike-Saison eine wesentliche Rolle. Auch der Aspekt der verantwortungsvollen und regionalen Produktion in Österreich/Europa gewinnt zunehmend an Bedeutung.” – Dominique Roshardt (Head of Product Management Löffler)

Multi-Use liegt klar im Trend

Darüber, dass Multi-Use ein aufstrebender Trend ist, ist man sich in der Textilbranche einig. Allerdings gibt es hier je nach Aktivitätslevel wesentliche Unterschiede, stellt man etwa bei Vaude fest: „In dem Moment, in dem sich ein Kunde für einen gewissen Radtyp entscheidet, definiert er die Art und Weise, wie das Rad genutzt wird. Entsprechend sinnvoll ist es, Kleidung anzubieten, die genau diesen Einsatzbereich berücksichtigt und auf spezifische, essenzielle Features nicht verzichtet.” Multifunktionalität ist vor allem im Touring-Bereich gefragt. Die daraus resultierende multisportive Bekleidung umfasst bei Löffler unter anderem Jacken, Mid- und First-Layer-Shirts sowie Pants, die aufgrund ihres schmalen Beines auch gut fürsgewöhnliche Radfahrengeeignet sind, und einiges mehr.

Style-Inspiration

Wie in anderen Sportarten orientieren sich die Styles am Bike-Sektor immer auch an den aktuellen Fashiontrends. Vor allem jene Kunden, die sich, bevor sie den Fachhandel besuchen, vorab online informieren, sind äußerst modebewusst und haben konkrete Vorstellungen und Erwartungen an ihre künftigen Bike-Klamotten. „Radfahren hat sich zum Lifestyle entwickelt. Während für viele ausdauerorientierte Sportler und Sportlerinnen das Training im Vordergrund steht, dient der Radsport gleichzeitig dem Ausgleich und der Verbesserung der Work-Life-Balance. Im gesamten Prozess spielen für immer mehr Biker nachhaltige Aspekte eine wesentliche Rolle – das umfasst natürlich auch die Bekleidung”, weiß man bei Löffler zu berichten. 

Die Fahreransprüche sind breit gefächert, die Kollektionen müssen vom Einsteiger bis zum Profi-Fahrer alle abholen. Auch beim Geschmack gibt es unterschiedliche Ausprägungen. „Unsere Kollektion für den Sommer 2021 spiegelt unsere Erfahrungen aus einem langjährigen Austausch mit Kunden und Handel wider”, erfährt man seitens Vaude.

„Der Bike-Markt besitzt mittlerweile genügend Selbstbewusstsein, um eigene Trends zu setzen.” – Stefan Lörke (Head of Apparel Vaude)

Daran tüfteln die Designer

Ausrüster mit Weitblick denken in die Zukunft. „Durch die aktuellen Veränderungen in der Gesellschaft verändert sich auch der Anspruch an Funktion und Design bei Sportbekleidung. Das Fahrrad hat im Jahr 2020 enorm an Bedeutung gewonnen, woraus sich auch neue Kundengruppen entwickeln, die die Kollektionen der Zukunft beeinflussen werden”, sagt Stefan Lörke, „ungeachtet dessen suchen wir stets nach neuen Ideen und Verbesserungen am Produkt. Wie sieht beispielsweise die optimale Naht aus – sowohl fürs Auge als auch fürs Schnittbild und die Funktion?” Dabei hält man konsequent den Anspruch hoch, in Bezug auf Nachhaltigkeit einen Schritt weiter zu gehen. „Wir arbeiten an der stetigen Weiterentwicklung der Kollektion”, so Dominique Roshardt von Löffler, „zum einen wollen wir treue KundInnen weiterhin designtechnisch glücklich machen, zum anderen auch NeukundInnen mit fresher, funktioneller Bekleidung überraschen.”

Nachhaltigkeit & Fair Fashion in der Welt der Bike-Klamotten

Dem Credo der Nachhaltigkeit hat sich Löffler bereits lange Zeit, bevor sie ins allgemeine Bewusstsein vordrang, verschrieben. Seit mehr als 40 Jahren produziert das Unternehmen in Österreich/Europa und erbringt 90 Prozent seiner Wertschöpfung in Europa. Als wesentliche Eckpunkte betrachtet man firmenintern außerdem kurze Transportwege und eine ressourcenschonende Produktion. Auch bei Vaude ist man davon überzeugt, dass Unternehmertum ebenfalls die Verpflichtung bedeutet, einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten: „Wir verwenden oder entwickeln die nachhaltigsten Materialien, die uns zur Verfügung stehen, gestalten unsere Produkte mit einem Fokus auf minimalen Materialverbrauch, versuchen Verschnitt zu vermeiden und die Produkte zeitlos, haltbar und reparierbar zu entwerfen.” Als klimaschonende Alternative zu erdölbasiertem Material setzt Vaude beispielsweise verstärkt auf Recycling- und Naturmaterialien wie Hanf und Biobaumwolle sowie Bio-Kunststoffe. 90 Prozent der Kleidung von Vaude trägt den „Grünen Knopf“ – das erste staatlich überwachte Siegel für sozial und ökologisch nachhaltig produzierte Textilien.

Lieblingsprodukte achtsamer Hersteller

Löffler: Men’s Bike Jersey FZ Aero

Das kaum spürbare, federleichte Material des superleichten Race-Vent-Trikots wirkt kühlend und trocknet in Windeseile. Die optimierte Passform mit verlängerten Ärmeln – inspiriert durch Profi-Radteams – sitzt dank Silikonbundabschluss perfekt am Körper. Das Trikot mit 3er-Rückentasche und verdecktem Fullzip fällt dank seinem dynamischen Verlaufsprint auf.

Vaude: Women’s All Year Moab ZO Jacket – Bikejacke mit Zip-Off

Die wattierte Jacke weiß auf Radtouren bei wechselhaftem Wetter zu punkten. Stretcheinsätze und atmungsaktive Zonen an den Körperseiten sorgen für Bewegungsfreiheit und Luftzirkulation. Inklusive raffinierter Zip-Off-Funktion, isolierender Eco-Wattierung aus Recycling-PES und wasserabweisendem Spritzschutz mit reflektierenden Elementen im unteren Rücken.

Offizieller SPORT 2000 Blog