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E-Bike-Trails für Einsteiger

Drei Touren & ein Park zum Genießen

Auf der Suche nach E-Bike-Tourentipps in Österreich für Einsteiger, Familien und Genussradler? Dann bist du auf dieser Seite genau richtig. Hier stellen wir einige leicht bewältigbare, lohnende Strecken vor, die sich in prädestinierten Regionen mit Verleih- und Fachgeschäften sowie Ladestationen befinden.
 

 

E-Bike-Mekka Montafon

Man muss sich nicht gleich den Piz Buin in der Silvretta-Gruppe vornehmen, wenn man mit dem Elektro-Bike im Montafon unterwegs ist. Die mit 3.312 Metern höchste Erhebung der Gegend ist zwar imposant. Doch ebenso fein ist es, das formidable Streckennetz der Region mit dem motorisierten Zweirad zu nutzen, um aus allen möglichen Winkeln Ausblicke darauf zu genießen. Im südlichsten Teil Vorarlbergs finden E- und andere Biker inmitten wild-romantischer Landschaften auf 260 Streckenkilometern und 65 ausgewiesenen Touren von super-leicht bis mega-schwer ihr Radfahrglück. Wo sonst radelt man, „umzingelt” von 21 Dreitausendern, mit den drei Bergketten des Rätikon, des Verwall und der Silvretta als ständigen Begleitern? Praktischerweise sind die Sommerbergbahnen bestens auf den Bedarf an Bike-Transporten eingestellt. 

Touren-Tipp: Silvretta 3-Seen-Tour 

Für die Silvretta 3-Seen-Tour startest du in Gaschurn und fährst über die Montafonerstraße nach Partenen. Auf die Mautstelle folgt eine Straße über Ganifer, die dich zum Kopssee mit seiner geschwungenen Staumauer führt. Spätestens die steilen Serpentinen hinauf freut man sich über den Sport- oder Turbo-Modus seines E-Bikes. Wirl/Galtür ist die Richtung der Wahl und über Paznauntal und Tiroler Boden gelangt man schließlich zum Silvrettasee. Das Panorama auf der Silvretta-Bielerhöhe (2.032 m) kann sich sehen lassen und sollte entsprechend ausgekostet werden, bevor die 32 Kehren der Silvretta-Hochalpenstraße bergab in Angriff genommen werden. Nach einigen hundert Höhenmetern kann beim Vermuntsee, dem dritten kühlen Nass im Bunde der 3-Seen-Tour, Rast eingelegt werden. Kurz darauf bist du auch schon wieder bei der anfangs passierten Mautstelle und radelst gemütlich über die Montafonerstraße und das Rifabecken zurück nach Gaschurn. 

  • Charakter: Rundtour mit Einkehrmöglichkeit
  • Schwierigkeit: leicht
  • Dauer: 3:30 h
  • Strecke: 45,4 km
  • Aufstieg: 1.150 hm
  • Abstieg: 1.150 hm
  • Höchster Punkt: 2.037 m
  • Tiefster Punkt: 964 m


Touren-Tipp in Hinterstoder: Polsterlucke-Dietlgut (R307)

Dass Hinterstoder ein Austragungsort des alpinen Ski-Weltcups ist, ist so manch einem bekannt. Doch dass sich der malerische Ort in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel auch als place-to-be für E-Biker auszeichnet, fällt nicht gerade unter Allgemeinwissen. Um unserem Bildungsauftrag gerecht zu werden, sei an dieser Stelle auch gleich noch die Genusstour mit der Wegnummer R307 empfohlen: Polsterlucke-Dietlgut, so ihr klingender Name. Ein Highlight der Runde ist eindeutig der fotogene Schiederweiher, der einen Bilderbuchblick auf die Gipfel des Toten Gebirges offenbart. Generell muss die permanent zauberhafte Kulisse betont werden. Wer hier mit Kindern und Teenagern unterwegs ist, weiß außerdem die flachen Schotterstraßen und den nicht vorhandenen Autoverkehr doppelt zu schätzen.

Ausgangspunkt der Tour ist der große Parkplatz der Bergbahnen in Hinterstoder. Am Weg liegt das Gasthaus Polsterstüberl, wo man sich regionale Klassiker wie Schweinsbrat’l, Hirschgulasch und Grammelknödel oder eine der über die Ortsgrenzen hinaus bekannten Mehlspeisen gönnt. Also rechtzeitig überlegen, ob man stets die volle Unterstützung durch den E-Motor braucht oder ob man nicht doch freiwillig ein paar extra Kalorien vor der Einkehr verbrennt. Die herrliche Aussicht auf den Großen Priel (2.515m), einen der höchsten Berge Oberösterreichs, gibt es hier zum Drüberstreuen. Es folgt der Flötzersteig bis Dietlgut und retour geht es über die Landstraße.

Übrigens: Höhlen werden in der hiesigen Umgebung als „Lucken” bezeichnet. So bezieht sich der Name „Polsterlucke” einerseits auf die Karsthöhlen im Stodertal, andererseits auf den Hausnamen des Polster-Bauern, dessen Grund sich über weite Teile der Landschaft erstreckt.

  • Charakter: spektakuläres Panorama
  • Wegbelag: Asphalt, Schotter
  • Schwierigkeit: sehr leicht
  • Strecke: 15,8 km
  • Dauer: 1:25 h
  • Aufstieg: 449 hm
  • Abstieg: 453 hm
  • HöchsterPunkt: 729 m
  • TiefsterPunkt: 587 m


Das Großarltal & die neue Bike-Schaukel

Für die Bezeichnung „Tal der Almen” sind maßgeblich die vielen bewirtschafteten Hütten im Großarltal verantwortlich. Als Biker oder Wanderer kommt man hier im Salzburger Land in den Genuss unterschiedlichster, von den Sennleuten selbstgemachter Köstlichkeiten. Das Großarltal bietet rund 140 km gut markierte MTB-Strecken, die rund 13.000 Höhenmeter umfassen: durch alpinen Urwald hindurch, vorbei an Wasserfällen und Bergseen und umringt von duftenden Blumenwiesen. Bei Fachhändlern kannst du dir ein E-Mountainbike auf dem neuesten Stand der Technik ausborgen und hast außerdem neunmal pro Woche die Chance, an einer geführten Tour teilzunehmen. 

Neu ab Sommer 2020: Eine Bike-Schaukel führt ab nun ins Gasteinertal über Kreuzkogel und Fulseck von Großarl nach Dorfgastein. Mit der Gondel geht es dort wieder hoch und schließlich hinunter auf die Großarler Seite über den etwa zehn Kilometer langen Singletrail mit sage und schreibe 1.000 Höhenmetern Abfahrt. 

Tourentipp: Bichlalm

Die Tour zur Bichlalm führt einen ins größte Seitental, nämlich ins Ellmautal. Der Lammwirt lockt einerseits zu einer ersten Einkehr, andererseits kann man hier auch bei Bedarf seinen Akku aufladen, muss auf diesen aber nicht warten, sondern tauscht ihn derweil gegen einen vollen aus. Weiter geht es über einen Güterweg und nach den letzten Bauernhöfen in einen Fichtenwald hinein. Bereits bei Verlassen des Waldes sollte man kurz innehalten und die landschaftliche Schönheit auf sich wirken lassen. Relativ flach verläuft der weitere Weg zur Bichlalm. Handgemachte Butter, Speck, Brot und andere bäuerliche Delikatessen sind von solcher Qualität, dass man sie probieren muss, egal wie sehr man sich davor angestrengt hat oder ob man das E-Bike die meiste Arbeit hat vollbringen lassen. Südlich der Bichlalm versteckt sich ein nicht einsichtiges Bankerl, das den besten Panoramablick bietet.

  • Charakter: aussichtsreiche Streckentour mit Einkehrmöglichkeit
  • Schwierigkeit: mittel
  • Strecke: 19,2 km
  • Dauer: 2:30 h
  • Aufstieg: 837 hm
  • Abstieg: 837 hm
  • HöchsterPunkt: Bichlalm, 1.731 m
  • TiefsterPunkt: Großarl Ortszentrum, 894 m
     

Parkluft schnuppern im E-Enduro-Bikepark Riesneralm

Ein besonderes E-Bike-Zuckerl im steirischen Donnersbachwald wird auch Einsteigern nicht vorenthalten: der E-Enduro-Bikepark Riesneralm, seineszeichens der 1. Österreichische E-Enduro-Bike-Ring. Auf der winters als Skigebiet bekannten Riesneralm wurden rund ums Gelände der Kinderskischaukel sieben Strecken angelegt. In verschiedensten Varianten, Schwierigkeiten und auch für Kinder adaptiert. Es gibt sogar einen eigenen „Beginner Trail” für jene, die sich vorsichtig an die Action herantasten wollen. So können Familien, Freunde, Paare und Solo-Helden ihr individuelles Erlebnis genießen.

Die umweltfreundlichen und beinahe lautlosen E-Enduro-Bikes sind bis zu zehnmal stärker als herkömmliche E-Bikes und stehen vor Ort zum Verleih bereit. Du kannst dir im Park auch ein herkömmliches E-Bike sowie ein Kinder- oder Jugend-Bike ausborgen.

Tipp: Fotofalle!

Drei Kameras knipsen die Fahrer beim Passieren besonders spektakulärer Action-Stellen. Die hochwertigen Spiegelreflex-Bilder kann man sich als Erinnerung an den erlebnisreichen Tag downloaden.

  • Charakter: Fun-E-(Enduro)-Bikepark für jedes Level
  • 4 blaue Strecken: Kinder und Anfänger
  • 2 rote Strecken: Kinder ab 12 Jahren
  • 1 schwarze Strecke: Experten
  • Speziell für Kinder: E-Kids Park
  • Ermäßigung mit: Schladming-Dachstein-Sommercard