Zurück zur Übersicht

Die Zukunft der Elite-Bikes

Superlative vs. E-Motor

 

„Die Entwicklung kann nur in eine Richtung gehen” – eine vermeintliche Prophezeiung, die selten erfüllt wird. Ähnlich sieht es am Mountainbike-Markt aus. Ehemalige „Utopien” beginnen sich nach und nach zu materialisieren – in mehrfacher Variation. Die Technologie hat ein neues Level erreicht und am Horizont warten schon die nächsten Generationen darauf, auf den Laden losgelassen zu werden. Der aktuelle Trend führt in zwei Richtungen: „Supercharged”-Mountainbikes mit E-Motor und analoge technische Highend-Wunderwerke auf zwei Rädern. Die SPORT-2000-Bike-Profis beraten beide Lager. 

 

Team Krone der Schöpfung

Für Mountainbike-Puristen zählt nur das Nonplusultra. Ein paar Gramm weniger hier, ein bisschen mehr Federweg da: Langsam nähert sich die Zunft der Mountainbiker der Perfektion. Jedes Jahr bringen die Hersteller das Zweirad-Kollektiv einen Tritt weiter. Hoch im Technologiekurs steht 2022/23 eine Balance aus Gewicht und Federung. Die ultraleichten Carbon-Rahmen mit einem massiven Federweg zu kombinieren ist die Spitze der Ingenieurskunst. Die Entwicklung mag sich im Gramm- und Millimeter-Bereich abspielen, doch für Mountainbike-Urtypen sind das die entscheidenden Faktoren. Immer öfter wenden sich die Hersteller dazu an die weltbesten Athleten und kreieren gemeinsam mit ihnen Elite-Bikes für den Breitensportler. Klar: Die Wunder-Bikes haben ihren Preis. Doch wer einmal auf einem Highend-MTB gesessen ist, weiß, warum es ihm das wert ist.

 

Vertreter: Scott Spark RC

Neuartiges Federungs-Layout und keine Kompromisse beim Speed: „Als ich das erste Mal auf dem Spark saß, war mir sofort klar, dass SCOTT ein neues Winner-Bike entwickelt hatte. Leicht, schnell und leistungsfähig – alles, was ich von einem modernen XC-Racebike erwarte. Und noch viel mehr“, sagt der 8-fache Weltmeister Nino Schurter über das Scott Spark RC. Was genau dahinter steckt? Der richtige Mix aus „Geheimzutaten”. Ein Flex-Drehpunkt an der Sitzstrebe macht das Federungssystem extrem leicht und sorgt gleichzeitig für 120-mm-Federweg unterm Sattel – und ebenso an der Gabel. Besonders genial: Das TwinLock-System, das über den Lenker gesteuert wird, verbindet Dämpfer, Gabel und Rahmen. Dadurch kann der Fahrer per Fernsteuerung zwischen den Modi Descend, Traction Control oder Lockout (z. B. für Sprints) entscheiden. Weitere Highlights des Scott Spark RC:

  • patentierte Federungstechnologie mit integriertem Dämpfer
  • Klappen & Öffnungen für einfachen Zugriff 
  • Rahmengewicht von nur 1.870 g (inkl. Dämpfer)
  • Kettenstrebenschutz

 

Team E-Motor

E-MTBs haben in den vergangen Jahren die größten Sprünge in der Entwicklung zurückgelegt und einen wichtigen Dienst für die MTB-Gemeinde getan: Den Sport für eine größere Gruppe an Menschen zugänglich gemacht. Die Einstiegshürde fürs Mountainbiken wurde gesenkt und der (Wieder-)Einstieg erleichtert. Aber auch Veteranen am Sattel haben längst begonnen, ihre Augen auf die motorgestützte Fortbewegung zu werfen. Warum auch nicht? Die Vorteile sind verlockend. Da ist zunächst die Sache mit den unterschiedlichen Könnerstufen: Wer regelmäßig mit Freunden unterwegs ist, kennt das Dilemma der variierenden Leistungslevels nur zu gut. Ein Faktor, der sich mit der richtigen Dosierung der Tret-Unterstützung schnell wettmachen lässt. Auch der Weg nach oben wird dank E-MTBs deutlich einfacher, was wiederum eine Zeitersparnis bedeutet, die man direkt in Downhills ummünzen kann. Und dann ist da noch die Kontrolle: einerseits über die eigenen Kräfte und andererseits beim Bergabfahren (dank des etwas höheren Gewichts). Ja, der „Nachteil” des Gewichts wird dank der zusätzlichen Komponenten nie verschwinden, aber wer sagt, dass man ihn nicht zu seinem Vorteil nutzen kann?

 

Vertreter: KTM Macina Prowler

Für das Macina Prowler hat KTM tief in die Trickkiste gegriffen. Das Konzept des E-MTBs wurde von Anfang an und zu 100 Prozent darauf abgestimmt, ein perfektes Elektro-Mountainbike zu kreieren. Mit 180-mm-Federweg an der Gabel und 170 mm am Hinterbau setzt das Bike Maßstäbe. Das Enduro-E-MTB verfügt über einen neu entwickelten Carbon-Rahmen, der perfekt mit dem BOSCH-SMART-SYSTEM harmoniert. Das System besteht aus dem BOSCH-PERFORMANCE-LINE-CX-Motor, dem stärksten BOSCH-Akku aller Zeiten (750 WH) und dem neuen KIOX-300-Farbdisplay. Unterm Strich heißt das für Rider: Mehr Reichweite sowie mehr Komfort und Kontrolle. Zudem kann die Batterie dank POWER-TUBE-TOP-LOADER-System ganz einfach ausgetauscht werden. 

Bei den Reifen setzt der Prowler vorne auf 29-Zoll-Felgen und und am Heck auf 27,5-Zoll-Felgen für mehr Traktion im Gelände. 

Übrigens: Wer nicht zwangsweise nach einem E-MTB sucht, findet bei der KTM-Macina-Serie auch motorisierte Tourenbikes, Hardtails, Stadträder und sogar Lasten- oder Klappräder!

 

WORDRAP

 

Die größte technische Entwicklung am Bike-Markt in den letzten fünf bis zehn Jahren ist …

die Elektrifizierung auch im sportlichen Bike-Segment, aber auch die Perfektionierung der MTBs ohne Motor. (KTM)

Das perfekte Bike der Zukunft ist …

… innovativ, technologisch einen Schritt voraus, sieht verdammt gut aus und erfüllt damit perfekt die Bedürfnisse des Kunden. (SCOTT)

Der nächste Trend, der sich am MTB Horizont ankündigt, ist …

… bereits umgesetzt! Maximale Integration in Kombination mit optimierter und auf mehr Federweg abgestimmter Geometrie. Somit erhält man Bikes, die leistungsfähiger und noch vielseitiger einsetzbar sind. (SCOTT)

Für Mountainbiker hat sich durch neue Technologien in den letzten Jahren verbessert …

… dass der Fahrspaß zugenommen hat – und darauf kommt es letztendlich an! (SCOTT)

Die drei wichtigsten Technologien am Mountainbike sind …

… neben den Innovationen in Sachen Elektromobilität der Rahmen, damit einhergehend die Dämpferposition und die Fortschritte in Sachen Antrieb bzw. der Schaltung. (KTM)

Als besonderes Qualitätsmerkmal bei Mountainbikes verstehen wir …

… eine Geometrie, die einem sofort das Gefühl gibt, ein Teil des Bikes zu sein, anstatt nur auf einem zu sitzen. SCOTT steht seit jeher für Innovationskraft und Design. Sich auf einem gewissen Entwicklungsstand auszuruhen, kommt für uns daher nicht in Frage. Mit jeder Entwicklung versuchen wir den nächsten Schritt zu gehen. Für uns, den Kunden, aber auch die gesamte Branche. (SCOTT)

 

Die passende MTB-Bekleidung

Egal ob „elektrifiziert” unterwegs oder nicht: Das perfekte Bike-Outfit ist ein Muss. Hier bietet SCOTT mit der Kollektion TUNED ebenfalls ein starkes Setup – von Kopf bis Fuß.