Von Skibrillen, Skihelmen und Protektoren
Optimal geschützt beim Wintersport

Auf der Piste und vor allem im offenen Gelände braucht es neben Ski, Schuhen und Kleidung auch einiges an Zubehör, welches hauptsächlich dem Schutz der eigenen Gesundheit dient. Das geht vom Schutz der Augen durch die Skibrille, über den Kopfschutz per Helm bis zum Rückenschutz durch Protektoren. Der Markt dafür ist inzwischen so unüberschaubar, dass wir hier einen kleinen Guide zusammengestellt haben, damit man beim Zubehör keinen Absturz erlebt.

Die richtige Skibrille

Die Skibrille lässt sich optimal auf eigene Bedürfnisse und Lichtverhältnisse abstimmen. Was sollte man dabei beachten?

Gläserwahl:

Skigläser gibt es in den verschiedensten Tönungen – von braun, blau, gelb und hell bis dunkel. Allgemein kann man sagen, dass dunkle Tönungen für sonnige Tage und gelbe und rosafarbene Gläser für schlechte Lichtverhältnisse gedacht sind. Für schwierige Lichtverhältnisse sind auch kontrastverstärkende Gläser sinnvoll. Diese lassen Details im Schnee besser erkennen. Beachten sollte man auch den VLT-Wert (Visible Light Transmission), der die Lichtdurchlässigkeit des Glases angibt.

Ein geringer VLT-Wert steht für geringe Lichtdurchlässigkeit und damit auch für höheren UV-Schutz vor allem für sonnige Tage. Bei Nebel und starker Bewölkung ist ein höherer VLT-Wert empfehlenswert. Ein universell perfekt funktionierendes Glas für alle Verhältnisse gibt es nicht, aber wenn man sich nicht mehrere Gläser leisten möchte, sind etwa 30 % VLT ein guter Wert, mit dem man über die Runden kommt.

Gläserwechsel:

Was tun, wenn sich die Lichtbedingungen plötzlich ändern, man aber das falsche Glas dabei hat? Ein schneller Gläserwechsel muss her! Wie das geht? Inzwischen haben viele Hersteller auf dieses Problem reagiert und bieten freie Gläser mit verschiedenen Wechselsystemen an. Diese funktionieren praktisch mit Magneten, Click- oder Clipsystemen, wodurch die Gläser einfach und mit wenigen Handgriffen getauscht werden können.

Brillentipp

Sollte die Skibrille mal beschlagen, dann nicht direkt an Hitzequellen oder an der Sonne trocknen lassen. Und auch nicht über Nacht im kalten Auto liegen lassen! Das wirkt sich negativ auf Lebensdauer und Produkteigenschaften aus. Besser: Die Skibrille an einen Ort mit konstanter Zimmertemperatur legen.

Luftventilation:

Man kennt das. Die Skibrille beschlägt. Gerade jetzt, wo sie gebraucht wird! Verhindert wird das durch Anti-Fog-Beschichtungen und ein Ventilationssystem, das inzwischen bei allen Skibrillen üblich ist. Wir sprechen hier von Luftöffnungen auf den Seiten und am oberen Brillenrand. Je größer diese Öffnungen sind, desto besser bist du vor Beschlagen geschützt. Bitte auch darauf achten, dass deine Brille mit dem Helm kompatibel ist, denn dieser kann den Luftstrom blockieren. Brillen und Helm vom selben Hersteller erhöhen die Kompatibilität.


Volle Kontrolle mit Alpina Double Jack Mag Q
Einfacher geht der Gläserwechsel nicht! Die Ski- und Snowboard-Goggle Double Jack Mag Q verfügt über eine magnetische Zusatzscheibe: Bei schlechter Sicht einfach abnehmen und wenn die Sonne wieder scheint, ohne weitere Fixierung wieder anlegen. Hält bombenfest! Die aktiven Lüftungsklappen lassen sich sogar mit Handschuhen bedienen, damit die Scheibe in keiner Situation anläuft. Die Rahmenkonstruktion ist so konzipiert, dass sie auch über einer optischen Brille getragen werden kann.

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Alpina
Skibrille Alpina
Alpina Double Jack Mag Q
UVP € 199,95

Der passende Skihelm

Bei Skihelmen hat sich in den letzten Jahren viel getan. Da sollte man über einige Dinge Bescheid wissen:

  • Sind alle Schwachstellen und Skillsets der einzelnen Personen bekannt?
  • Ist das schwächste Glied den Anforderungen gewachsen?
  • Wurde jedes Mitglied über alle Details der Route informiert?
  • Sind sich alle in Sachen Ziel und Routenverlauf einig?
  • Bringt jeder die nötige Ausrüstung mit?
  • Wurde die Kommunikation und Entscheidungsfindung für die Tour besprochen?
Herstellung:

Es gibt zwei Produktionsarten für Skihelm: Beim InMolding-Verfahren werden Innen- und Außenschale im gleichen Produktionsschritt geformt und verbunden. Dadurch erhöht sich die Stabilität bei gleichzeitig geringem Gewicht. Die Dämmeigenschaften sind dafür aber eingeschränkt, also nichts für kälteempfindliche Skifahrer. Für Hardshell-Helme dagegen werden die Schalen getrennt hergestellt, dadurch kann ein Belüftungssystem eingebaut werden. Das bedeutet besserer Kälte-, aber auch Hitzeschutz durch die Belüftung und daher auch mehr Tragekomfort über längere Zeit.

Normen:

Es gibt zwei Normen: Die Klasse A bedeckt Ohren und Schläfen und bietet größtmöglichen Schutz auch bei schwereren Stürzen. Diese Klasse stammt aus dem Rennsport und ist für große Belastungen ausgelegt. Die Klasse B ist viel komfortabler und bietet größeren Kälteschutz sowie einen Basisschutz bei Stürzen.

Mit oder ohne Visier?

Für Tiefschnee- und Off-Piste-Fahrer sind Vollvisierhelme oft ein Vorteil, weil sie perfekt mit dem Helm abschließen und daher kaum aufgewirbelter Schnee die Sicht beeinträchtigt. Außerdem ist das praktisch, weil man sich um ein Teil weniger kümmern muss. Wer trotzdem seine Skibrille extra kaufen möchte, sollte unbedingt beim Kauf den Sitz am Helm prüfen. Also Helm mitnehmen bzw. gleich dazu kaufen.

Helmtipp

Immer darauf achten, dass der Helm gut sitzt! Kein Helm, auch wenn er noch so sicher ist, kann seine Schutzfunktion erfüllen, wenn er locker ist oder nicht passt. Du bist unsicher? Unsere SPORT 2000 Ski Profis beraten dich gerne!

Freestyle-, Jet- und Integralhelme:

Freestylehelme bieten meist keinen Ohren- oder Kinnschutz, dafür maximale Bewegungs- und Sichtfreiheit. Manche verfügen über einen abnehmbaren Ohrenschutz. Das ist etwas für Snowboarder und Skifahrer, die gerne Springen oder im Funpark unterwegs sind. Der Jethelm verfügt über einen fest integrierten Ohrenschutz und meist auch noch über ein kleines Sonnenschild. Ein guter Allroundhelm, der bei normalem Fahrverhalten viel Schutz und Komfort bringt. Integralhelme sind auf maximalen Schutz ausgerichtet. Sie schützen nicht nur Kopf, Schläfe und Ohren, sondern auch den Kiefer. Optimal für temporeiche oder risikobereite Fahrer.

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Uvex
Skihelm von Uvex
Uvex Instinct Visor
UVP € 199,95


All-in-one mit dem Uvex Instinct Visor
Der Uvex Instinct Visor-Helm ist die stylishe All-in- one-Lösung für perfekte Skitage. Er bietet kom- promisslosen Schutz, erstklassigen Komfort und ist zudem wunderbar leicht. Das innovative Ven- tilationssystem lässt sich manuell öffnen oder schließen – für ein perfektes Helmklima bei jeder Abfahrt. Das markante Silberspiegel-Visier mit Uvex Supravision®-Anti-Fog-Beschichtung ist ana- tomisch optimiert und schließt perfekt mit dem Ge- sicht ab. Es lässt sich einfach regulieren und sorgt für freie Sicht bei jeder Geschwindigkeit. Optische Brillen können je nach Größe unter dem Visier ge- tragen werden.

Rückenprotektor – Backup für den Ernstfall

Der Rücken und damit vor allem die Wirbelsäule sind bei Stürzen besonders gefährdet. Ein Rückenprotektor verhindert schwere Verletzungen. Aber welche Arten von Protektoren gibt es überhaupt und was ist beim Kauf wichtig?

Soft- und Hartschalen-Protektoren:

Es gibt zwei gängige Arten von Rücken- protektoren. Die Softprotektoren sind, wie der Name schon ahnen lässt, meist etwas weicher und daher komfortabler zu tragen bzw. sogar wärmend. Sie haben zudem teilweise einen höhe- ren Schutzwert (Level 2 – Motorrad zertifiziert!) als Hartschalen. Es sind eng anliegende Westen mit einem speziellen weicheren Material wie z. B. Dual Density Foam. Gute Modelle sind auch atmungsaktiv. Hartschalenprotektoren wiederum sind extrem robust und halten sogar Stürze auf spitzen Steinen oder Felsen aus, dafür leidet aber der Komfort, was sie am ehes- ten für risikobereite Fahrer interessant macht.

Zusammengesetzt sind die Hartschalenprotek- toren aus mehreren Kunststoffplatten, die man zum Waschen einfach herausnimmt. Darüber hinaus gibt es auch Airbag-Protektoren. Diese sind eine neuere Entwicklung und blasen sich blitzschnell im Falle eines Sturzes auf. Sie sind zwar angenehm zu tragen und bieten viel Be- wegungsfreiheit, haben aber auch mehr Gewicht.

Größe:

Die richtige Passform ist ein wichtiger Punkt bei Rückenprotektoren, denn nur wenn’s passt, kann der Protektor auch schützen. Anprobieren ist also essenziell! Daher lieber im Geschäft als online kaufen.


Österreichische Innovation und Sicherheit mit Komperdell Air Vest Men Black
Die Marke aus Mondsee stellt Westen her, in welchen die Protektorensysteme optimal integriert sind. Der 30 % leichtere und flexible Cross-Flex-Rückenprotektor mit integrierten Flexzonen gewährleistet maximale Sicherheit bei höchstem Tragekomfort. Der Protektor schmiegt sich durch Körperwärme an.

Das Material kann bei 30° problemlos gewaschen werden. Auch nach einem Sturz muss die Weste nicht erneuert werden! Der sich selbst regenerierbare Dual Density Foam gibt für Jahre 100 % Sicherheit.

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Komperdell
Rückenprotektor zum Skifahren
Komperdell Air Vest Men Black
UVP € 179,95

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