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Skitourentipps & häufigste Fehler

Skitourengehen ist keine Raketenwissenschaft. Dennoch kann man sich das Leben am Hang deutlich erleichtern, wenn man einige Dinge beachtet – oder weglässt. Denn die Schritte bergauf summieren sich, während sich die eigene Energie reduziert. Hier sind fünf Tipps gegen verbreitete Fehler beim Skitourengehen.


#1 Ein ökonomischer Stil

Klingt logisch, ist aber entgegen der eigenen Intuition: Wenn sich der Hang vor einem auftürmt, neigt man dazu, einen Gang zurückzuschalten. Optimal wäre allerdings, das Tempo gleichmäßig zu halten, die Schritte lang zu wählen und in die Knie zu gehen. Tipp fürs Flache: Gleitphasen nutzen und die Ski eher nach vorne ziehen als heben!

#2 Risiko auf der Piste

Immer mehr Tourengeher wählen den Aufstieg über eine Skipiste. Obwohl das Naturerlebnis nicht dasselbe ist wie im Backcountry, verzeichnen die Betreiber der Bergbahnen starken Zuwachs bei den Aufsteigern. Die Vorteile sind vor allem die einfache Orientierung und die unkomplizierte Abfahrt. Auch die ausbleibende Lawinengefahr ist vor allem für Einsteiger verlockend. Zum Risiko wird man als Skitourengeher allerdings, wenn man nach Betriebsschluss während der Präparierungsarbeiten aufsteigt. Deshalb: Vorher informieren, wann der Aufstieg erlaubt ist.

#3 Die Wahl der Spur

Wie beim Klettern sucht man sich auch beim Tourengehen jene Route, die sowohl sicher ist, als auch den geringsten Widerstand bedeutet. Bei Skitouren kommt allerdings noch die Bewertung der Hanglage und Lawinensituation hinzu. Hier unbedingt erfahrenen Sportlern die Beurteilung überlassen und keinesfalls auf eigene Faust in einen gefährlichen Hang starten! Eine gute Basis mit jeder Menge Lernmaterialien für Einsteiger bietet zum Beispiel die Ortovox Safety Academy.


#4 Schritt-Technik bei Spitzkehren

Die technisch anspruchsvollste Übung beim Skitourengehen ist die Spitzkehre. Diese sollte man unbedingt vorher in flacherem Gelände probieren und im Idealfall bereits dort meistern. Wer sich in brenzligen Situationen unsicher ist, riskiert unnötig. Wenn es für die normale Kurventechnik zu steil wird, stellt man sich zunächst stabil quer zum Hang.
Beide Stöcke werden in den Schnee gedrückt – einer weit oberhalb und einer knapp unterhalb vom Körper. Dann wird der bergseitige Ski wie ein Scheibenwischer in die neue Richtung umgelagert. Der zweite Ski wird durch das Anheben der Ferse nachgezogen.
 

#5 Stöcke & Steighilfen

Im Flachen sind die Stöcke vor allem dazu da, um das Gleichgewicht zu halten. Wenn es steiler wird, sind auch die Arme gefragt, ihren Teil zu leisten. Die Stöcke werden dabei gegengleich zur Fußbewegung eingesetzt – wie beim Wandern. Ein kräftiger Abdruck entlastet müde Beine gezielt und macht Skitourengehen zum Ganzkörpertraining. Außerdem: Hände nicht in die Schlaufen geben, sonst läuft man bei einer Lawine Gefahr mitgerissen zu werden.

Was die Steighilfen betrifft, so wird deren Einsatz erst angeraten, wenn es „gar nicht mehr anders geht“. In der Regel beginnt das bei Neigungen jenseits der 20 Grad. 

Offizieller SPORT 2000 Blog